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Corona-Chaos perfekt

chaos Während die einen über eine Aussgangssperre sinnieren, öffnet NRWs-Schulministerin Gebauer die Klassenzimmer. Mit Teststrategie und Androhungen soll ab nächste Woche in den Unterricht gestartet werden. Wer sich nicht testen lässt, bleibt außen vor. Schule auf, Schule zu. Öffnungen bei einem Inzidenzwert unter 200 – Tore zu bei einem Wert über 200.

Es ist gar nicht so lange her, da hieß es: Dort wo die lokale Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner sinkt, können Einzelhandel und bestimmte Dienstleistungsbetriebe wieder öffnen. Nun gut, diese Überlegungen hatten nicht lange Bestand und man warf kurzfristig den Inzidenzwert von 100 in den Raum. Zwischendurch wurden der Bevölkerung Begriffe wie „No COVID“, Modellregion oder „Brücken-Lockdown“ um die Ohren gehauen und die Verwirrung war perfekt. Eine überzeugende Strategie sieht wahrlich anders aus.

Die Masse der Bürger:innen hält sich an die AHA-Regeln, beschränkt die Kontakte und hat für vieles Verständnis. Schließlich möchte niemand an Covid-19 erkranken, noch Corona-Viren übertragen und andere gefährden. Bei dem ganzen Corona-Chaos, was die politischen Entscheidungsträger seit Monaten inszenieren, kann man daher unseren Mitmenschen nur Respekt zollen. Ob es nun die Menschen sind, die in so genannten systemrelevanten Berufen arbeiten und schon lange weder Applaus noch eine angemessene Entlohnung für ihren Dienst erhalten oder die vielen Eltern, denen die „Köpfe rauchen“, weil sie heute nicht wissen, was morgen gilt – sie alle leisten so viel mehr als die Politiker, die sich jeden Tag mit neuen Vorschlägen übertreffen. Wie wäre es mal, endlich auf Experten zu hören und beispielsweise mit Virologen, Ärzt:innen und Vertreter:innen der GEW (Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaften) langfristige Konzepte zu entwickeln.

Und mal ehrlich, bevor unsere Bundesregierung den Impfpass noch vor den Sommerferien verspricht, sollte sie dafür Sorge trage, dass alle Bürger:innen einen Zugang zu den notwendigen Impfungen (wohlgemerkt mit einem sicheren Impfstoff) erhalten und die Gesellschaft nicht noch weiter spalten! Es kann doch nicht sein, dass die einen ihre Reisekoffer packen, während die anderen ihr Dasein weiter in ihren vier Wänden fristen müssen.

Gedanken zum Internationalen Frauentag

frauentag 2021 Frauentag – wahrlich kein Grund zum Feiern. Seit mehr als 100 Jahren gibt es diesen Tag schon und dennoch zeichnet die Realität auch in unserem „fortschrittlichen Land“ ein düsteres Bild.

52 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind Frauen: ihr Verdienst beträgt hierzulande bei gleicher Qualifikation durchschnittlich 20 Prozent weniger als der ihrer Kollegen, sie sind mit nur 11,5 Prozent in den Vorständen der 100 größten deutschen Unternehmen vertreten, aber stemmen mit einem Anteil von 81,8 Prozent die medizinischen Gesundheitsberufe und stellen zu 71,5 Prozent der Beschäftigten in Verkaufsberufen unter anderem die Nahversorgung sicher. Unverständlich, dass Frauen immer noch die größte Gruppe im Niedriglohnsektor bildet? Tatsächlich arbeiten in diesem 2,5 Millionen Frauen. Zählt man Teilzeitkräfte und Mini-Jobber dazu, sind sogar zwei Drittel der Geringverdiener weiblich. Jede dritte Frau mit einer Vollzeitstelle bezieht lediglich einen Niedriglohn. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung hervor.

Unverständlich auch, dass Frauen für die gleiche Arbeit noch immer deutlich weniger Lohn erhalten. Für die Haus- und Sorgearbeit, für welche Frauen auch im 21. Jahrhundert – bis auf wenige Ausnahmen - weiterhin zuständig sind, erhalten sie in der Regel keine Entlohnung. Die Berücksichtigung der Erziehungszeiten im Rentensystem sind allenfalls ein Tropfen auf dem heißen Stein, der verdampft ist bevor er diesen berührt. Frauen kümmern sich um Kinder und Alte, Kranke und nicht zuletzt um ihre Männer, wofür sie im besten Fall Dank und Zuwendung, im schlechteren Missachtung und Gewalt erfahren.

Somit ergibt sich auch zum diesjährigen Internationalen Frauentag ein ernüchterndes Bild.

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Rassismus bekämpfen

stop racism Heute - am 19. Februar 2021 - jährt sich zum ersten Mal der rassistische Anschlag in Hanau, bei dem neun Menschen ermordet wurden.

Wir gedenken der Opfer des rassistischen Anschlages von Hanau und erinnern an

Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin.

In unseren Gedanken sind wir bei ihren Familien und Freunden.

Dieser Anschlag war nicht der einzige in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland mit einem rechtsextremen Hintergrund.

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Jetzt beantragen - digitale Endgeräte für Homeschooling

digitale endgeraete Die Mühlen mahlen zwar langsam, aber sie mahlen. Und so hat die Bundesagentur für Arbeit (BA) zum 01. Februar 2021 eine Weisung herausgegeben, die besagt, dass rückwirkend ab Januar 2021 ein Anspruch auf Übernahme der Kosten für digitale Endgeräte in Höhe von bis zu 350 € im SGB II besteht, wenn diese für das Homeschooling benötigt, aber nicht von den Schulen bereitgestellt, werden.

Digitale Endgeräte und Drucker sind somit vom Jobcenter auf Zuschussbasis zu übernehmen. Grundsätzlich sind alle Schüler:innen bis zur Vollendung des 25. Lebensjahrs, die eine allgemein- oder berufsbildende Schule besuchen, berechtigt, diesen Anspruch geltend zu machen.

Wichtig: Auch Schüler:innen, die eine Ausbildungsvergütung erhalten, zählen zum Kreis der Anspruchsberechtigten. Der Zuschussbedarf ist im Einzelfall (soweit vorhanden) auf Grundlage der schulischen Vorgaben zu ermitteln. Die Regelung greift zum 1. Januar 2021, so dass entsprechende Kosten auch rückwirkend geltend gemacht werden können.

Um den Anspruch zu erhalten, bedarf es eines Antrages und eines Nachweises der Schule über die Notwendigkeit der digitalen Endgeräte. Voraussetzung für den Anspruch ist, dass kein Gerät vorhanden, oder ein vorhandenes nicht (mehr) benutzbar ist und die Schule keines zur Verfügung stellen kann. Der Anspruch auf ein digitales Endgerät besteht übrigens pro Kind und nicht nur pro Haushalt.

Aufgrund der zur Verfügung stehenden Fördermittel konnte die Stadt Wülfrath lediglich 262 Tablets für Schüler:innen der Grund-, Sekundarschule und des Gymnasiums anschaffen. Da davon auszugehen ist, dass diese Zahl nicht dem tatsächlichen Bedarf entspricht, sollten Erziehungsberechtigte und junge Erwachsene im Bedarfsfall umgehend einen Antrag stellen.

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